Wiechers ... Energie & Denkmal
 
 
 

Heizungsanlage

Leitungsnetz

Nicht gedämmte Warmwasser- und Heizungsrohre, die durch unbeheizte Keller führen, verlieren auf dem Weg zu den Verbrauchsstellen und Heizkörpern jährlich zwischen 80 und 100 kWh pro Meter Rohrleitung.

Diese Wärmeverluste können durch eine Rohrisolierung auf bis zu 20 kWh eingedämmt werden. Macht bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus eine jährliche Einsparung von rund 2000 kWh. Die EnEV schreibt die nachträgliche Isolierung zwingend vor.

Die im Haushalt verwendete Energie wird zu zwei Dritteln für Warmwasser und Raumwärme genutzt. Hier lässt sich durch moderne Technik und effiziente Steuerung viel Geld sparen. Wichtig ist bei allen Systemen, dass die Anlage dem Wärmebedarf angepasst wird und nicht unnötig viel heißes Wasser bereitstellt. Energieverluste durch unzureichende Dämmung am Speicher und den Transportleitungen gilt es zu minimieren.

 
Pellet-Heizung

Pellets müssen nicht erst mit Tankern oder Pipelines zu uns gebracht werden. In unseren Wäldern wird heute mehr Holz aufgeforstet als verbraucht werden kann. Eine langfristige und krisensichere Versorgung ist damit sichergestellt. Bereits heute gibt es in Mitteleuropa ein enges Netz an Pelletproduzenten. Silowagen liefern die Pellets ohne lange Wege vom Hersteller direkt ins Haus. Eine breite Auswahl an abgestimmten Systemlösungen erschließt dort auch ungünstige Räumlichkeiten. Holzpellets werden aus Sägewerkabfällen recycelt und sind dementsprechend günstig. Ähnlich wie Öl brauchen Pelletheizungen ein Brennstofflager. Die Zufuhr der genormten Presslinge zum Heizkessel erfolgt automatisch. Durch technische Weiterentwicklungen können die Staubemmissionen in den nächsten Jahren noch einmal auf 1/3 des aktuellen Durchschnitts gesenkt werden. Dabei sind günstige Betriebsbedingungen (Pufferspeicher) und optimierte Regelsysteme von Vorteil. Zudem erhalten regelmäßige Wartungen die Leistungsfähigkeit und verringern ebenfalls den Staubausstoß.

Unter allen Verbrennungsheizsystemen schaffen Pelletheizungen und optimal betriebene moderne Holzvergaserkessel den Spagat zwischen Klimaschutz und Luftreinhaltung am Besten. Würden Altanlagen durch moderne Pelletkessel ersetzt, könnte der Feinstaubausstoß drastisch reduziert werden. Insgesamt fürchtet die Pelletbranche die Feinstaubdiskussion nicht mehr, denn zahlreiche Untersuchungen belegen, dass das Feinstaubproblem der Pelletkessel nicht größer ist als das üblicher Ölheizungen. Die Anschaffung einer Pelletheizung wird durch das CO2-Programm der Bundesregierung gefördert.

Wärmepumpe

Mit Hilfe von Wärmepumpen kann die vorhandene Umgebungswärme aus Luft, Erdreich oder Wasser zur Raumwärmeerzeugung und Warmwasserbereitung genutzt werden. Die Funktionsweise basiert auf demselben Prinzip, das auch bei Kühlschränken genutzt wird. Wärmepumpen enthalten (wie Kühlschränke) in einem geschlossenen Rohrleitungssystem ein Kältemittel als sogenanntes "Arbeitsmedium". Diese Flüssigkeit siedet bereits bei niedrigen Temperaturen (z.B. bei 5 °C). Wenn das Kältemittel verdampft, wird der Umgebung (d.h. der Luft, dem Grundwasser oder dem Erdreich) Wärme entzogen. Dabei geht das Arbeitsmedium vom flüssigen in den gasförmigen Zustand über. Der Kältemitteldampf wird dann von einem Verdichter angesaugt und komprimiert (durch einen Absorber oder Kompressor). Bei dieser Verdichtung steigt die Temperatur des Kältemittels stark an. Die dabei freiwerdende Energie wird über einen Wärmetauscher an das Heiz- oder Brauchwasser abgegeben. Bei diesem Vorgang verflüssigt sich das Kältemittel wieder, der noch vorhandene (Rest-)Druck wird mit Hilfe eines Expansionsventils abgebaut und der Kreislauf beginnt von neuem.


Solarthermie-Anlagen

Solarenergie eignet sich in unserer Klimazone vor allem zur Warmwasseraufbereitung , denn Sonnenwärme ist kostenlos, Strom dient als Antriebsenergie. An äußerst kalten Tagen muss oft mit einem zweiten System zugeheizt werden. Bei den Speicherkollektoren sind Kollektor und Speicher baulich in einer Einheit zusammengefasst. Durch den Einsatz neuer Materialien kann dabei auf einen Wärmetauscher verzichtet werden, ohne dass die Anlage im Winter einfriert. Die Speicherkollektoren sind in ihrer Größe beschränkt, bieten sich jedoch in dem Anwendungsbereich für kleine Haushalte durchaus als günstige und preiswerte Alternative an.

Ein guter Kollektor ist noch keine gute Solaranlage. Um eine möglichst große Leistungsfähigkeit zu erreichen, müssen alle Anlagenteile optimal aufeinander abgestimmt sein. Technisch sind diese Anforderungen für eine Vielzahl von Varianten erfüllt. Die auf dem Markt erhältlichen Solaranlagen sind zum größten Teil technisch ausgereifte Produkte.


Brennwert-Heizung

Mit Hilfe der Brennwerttechnik ist es möglich, den Energieverbrauch bei diesen Spezialkesseln um durchschnittlich 15% gegenüber einem vergleichbaren Niedertemperaturkessel mit Gebläse zu reduzieren und gleichzeitig die Stickoxid-Emissionen deutlich zu senken. Bei konventionellen Wärmeerzeugern strömen die heißen Abgase durch einen Wärmetauscher. Dort wird durch das Heizungswasser den Abgasen Energie entzogen und dabei abgekühlt (z.B auf 120°C). Die Wärmemenge, die bei diesem Vorgang genutzt wird, wird auch als "fühlbare Wärme" bezeichnet. Neben dieser "fühlbaren Wärme" enthalten die Abgase auch sogenannte latente Wärme (d.h. versteckte, nicht fühlbare Wärme), die jedoch an den heißen Wasserdampf im Abgas "gebunden" ist.

Bei konventionellen Wärmeerzeugern geht die im Wasserdampf enthaltene Wärme gemeinsam mit den Abgasen ungenutzt durch den Schornstein verloren. Bei Brennwertgeräten ist der nachgeschaltete Wärmetauscher entweder als besonders großflächige Konstruktion ausgelegt oder ein zweiter Wärmetauscher in den Abgasweg eingebaut. Dadurch wird den Heizgasen in einem ersten Schritt die fühlbare Wärme entzogen, in einem zweiten Schritt findet aber eine noch weitergehende Abkühlung statt. Die Abgastemperatur sinkt dabei unter die Taupunkttemperatur und der in den Abgasen enthaltene Wasserdampf kondensiert. Die dabei frei werdende zusätzliche Wärmeenergie wird an das Heizungswasser abgegeben, der kondensierte Wasserdampf aufgefangen. Auf diese Weise wird einerseits die Nutzung der latenten Wärme möglich, andererseits wird die fühlbare Wärme effektiver genutzt.


Steuerspareffekte bei Solarstromanlagen

Dass man mit dem Betrieb von Solarstromanlagen Geld verdienen kann, ist weitgehend bekannt. Doch darüber hinaus gibt es noch mehrere Möglichkeiten zusätzlich Steuern einzusparen, z.B. durch Abschreibungseffekte. Die Solarstromanlage kann linear oder dregressiv abgeschrieben werden. Welche Abschreibungsvariante die günstigere ist, hängt von den jeweiligen Einkommensverhältnissen ab und sollte daher an die individuelle Situation angepasst werden.

Zwei Möglichkeiten stehen zur Wahl. Die lineare Abschreibung mit 5% vom Anschaffungswert und die degressive Abschreibung mit 10% vom Restwert. Während der Abschreibungszeit kann einmal zwischen den beiden Varianten gewechselt werden. Wenig bekannt ist, dass für Solarstromanlagen zusätzliche Sonderabschreibungen möglich sind. Zum einen besteht die Möglichkeit im Rahmen der Investitions-förderung des Bundes zusätzlich 20% im Jahr der Inbetriebnahme der Anlage abzuschreiben.

Zum Anderen kann vor der Anschaffung der Solaranlage in der Steuererklärung die sogenannte Ansparrückstellung mit bis zu 40% der geplanten Investitionskosten geltend gemacht werden. Die entsprechenden Kosten gelten dann als bereits getätigt und werden steuerlich angerechnet.

 

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