Blower-Door-Messung
Die Blower-Door-Messung ist die einzige anerkannte Prüfmöglichkeit für die Luftdichtigkeit der Gebäudehülle. Verpflichtende Grundlagen sind die Energieeinsparverordnung ENEV, DIN 4108 Teil7, sowie Anforderungen der Förderbanken: zum Beispiel die KFW - Bank beim KFW 40 Haus.
Mit der stetigen Verbesserung des Wärmeschutzes wird die Luftdichtheit von Gebäuden zunehmend wichtiger. Der geforderte Primärenergiebedarf kann nur durch erhöhte Anforderungen an die Luftdichtheit eingehalten werden. Bereits in der DIN 4108-2 von August 1981 wurde auf die Luftdichtheit Bezug genommen.
Dichte Häuser bieten den Bewohnern viele Vorteile, bewahren aber auch das Gebäude vor eventuellen Bauschäden.
Heutige Neubauten müssen möglichst luftdicht gebaut werden. Durch eine luftdichte Bauweise wird der Energieverbrauch gesenkt, Zugerscheinungen werden verhindert, Bauschäden werden vermieden und die weiterhin notwendige Lüftung wird kontrollierbarer gemacht.
Die Blower-Door-Messung dient zur Feststellung der Luftdichtigkeit eines Gebäudes. Für diese Messung wird in eine Außentür ein Gebläse (daher der Begriff Blower-Door) eingebaut und damit ein Unter- bzw. Überdruck von 50 Pascal erzeugt. Während dieser Messung strömt an den undichten Stellen Luft nach, so dass diese Leckstellen gefunden und markiert werden können. Zusammen mit den Planern und den Bewohnern können nun Konzepte erarbeitet und umgesetzt werden, durch welche diese Leckstellen zu beseitigen sind. Darüber hinaus dient die Messung dazu, eine definierte Luftwechselrate zu bestimmen und damit Aussagen über die Qualität der Gebäudehülle machen zu können. Die Luftwechselrate gibt an, wie häufig die gesamte Luft in einem Gebäude pro Stunde ausgetauscht wird. Bei Häusern mit Fensterlüftung soll nach Energieeinsparverordnung und nach DIN 4108-7 bei 50 Pascal Druckunterschied die Luftwechselrate von 3,0 pro Stunde nicht überschritten werden. Ist eine Lüftungsanlage eingebaut, so muss die Luftwechselrate gleich oder kleiner 1,5 sein.
Wir führen Blower-Door-Messungen sowohl im Neubau als auch im Gebäudebestand durch. Dabei orientieren wir uns an der Europa-Norm DIN EN 13829, die exakte Vorgaben für die Durchführung von Messungen vorgibt. |