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Bauökologische Planung
- Eine ökologisch orientierte Planung hat zum Ziel, die mit jedem Bauprozess zwangsläufig verbundenen Umweltbelastungen zu minimieren und Schäden an der Umwelt zu vermeiden. Das setzt eine umfassende Betrachtungsweise auf allen Arbeitsstufen voraus. Die ökologische Frage ist dabei immer, wie sich die verursachten Umweltstörungen durch vernünftige Konstruktionen und Materialien sowie durch schonende Bauverfahren verringern lassen. Unter folgende Grundsätze besteht heute bei Bauherrschaften mit ökologischem Engagement ein weitgehender Konsens.
- Energieaufwand optimieren Bauten sind so zu konstruieren, dass energetisch ein optimaler Gebäudebetrieb gewährleistet ist. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Wärmehaushalt eines Gebäudes nicht allein von einer hohen Wärmedämmung bestimmt wird, sondern vielmehr auch von einer günstigen Wärmespeicherung. Bei der Optimierung geht es um das Zusammenwirken von Dämmung und Speicherung mit Energiegewinnen aus der Umwelt und von inneren Wärmequellen (Beleuchtung, Geräte, EDV, Personen).
- Baumaterialien aus erneuerbaren einheimischen Rohstoffen bevorzugen Unter Beachtung einer nachhaltigen Nutzung werden durch die Verwendung von erneuerbaren Rohstoffen (z.B. Holz, Pflanzenfasern, Wolle, natürlichen Ölen, bestimmten Farbpigmenten) keine Umweltgüter zerstört oder Ressourcenvorräte ausgebeutet. Um Umweltbelastungen durch lange Transportwege zu vermeiden, sollten die für Baumaterialien verwendeten Rohstoffe regional (in Europa) verfügbar sein.
- Lange Gebrauchsdauer anstreben Ein Bauwerk möglichst lange im gebrauchsfähigen Zustand zu erhalten; ist eine grundlegende ökologische Forderung. Bedingung dafür ist die klare konstruktive Trennung zwischen Bauteilen mit unterschiedlicher Nutzungsdauer. Tragende Bauteile haben in der Regel eine längere Nutzungsdauer als Innenbauteile oder die Innenausstattung. Die Dauerhaftigkeit ist beeinflussbar durch Verwendung von Baumaterialien, die möglichst lange funktionstüchtig und, ansehnlich bleiben. Bei exponierten Bauteilen hat der konstruktive Witterungs- und Feuchtigkeitsschutz Vorrang vor Schutzanstrichen.
- Sich frühzeitig mit Materialfragen befassen Die Festlegung der Materialien für den Rohbau (Tragkonstruktion, Fassaden, Dach, Decken, Wärmedämmung) sowie der großflächig zu verwendenden Materialien für den Innenausbau muss frühzeitig erfolgen, damit die Umweltverträglichkeit überprüft werden kann. Dadurch lassen sich konzeptionelle und architektonische Entscheide, die mitunter von großer Tragweite sind, noch ökologisch beeinflussen. Spätestens in der Ausführungsplanung und bei der Erstellung der Leistungsverzeichnisse sind diese Festlegungen zu problematisieren.
- Umweltverträgliche Materialien wählen Kein Baumaterial ist von der Herstellung bis zur Entsorgung frei von Umweltbelastungen. Es gibt aber Materialien, die im Vergleich besser abschneiden und heutigem Erkenntnisstand als umweltverträglich gelten. Grundsätzlich sollte für die Wahl der Baumaterialien das Prinzip der Schadstoffminimierung gelten, es sollten Materialien verwendet werden, die möglichst wenige Schadstoffe emittieren und bei deren Herstellung und Beseitigung möglichst wenig umweltgefährdende Stoffe in die Umwelt gelangen.
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